Kategorie: Genuss

Palastküchentratsch

Wer in der Oase im Auftrag des Sultan kocht muss immer mit unterschiedlichen Ansprüchen der durchreisenden Karawanen zurecht kommen. Wenn die Wanderarbeiter der Metallbiegergilde hier verweilen dann reicht es für gewöhnlich einen ganzen Ochsen am Spieß und viele gegrillte Lamas mit ausreichend fettiger Kartoffelbeilage vorzuhalten. Die Gaumen dieser Gäste sind nicht sehr verwöhnt, Vitamine sind verpönt, dafür fasst der Magen umso mehr.

Andere Besucher fragen hingegen nach weizenfreiem Vollkornbrot und fleischloser, gar veganer Kost in abwechslungsreicher frischer Darbietung. Die Angebote der Küche in der jüngsten Vergangenheit waren darauf nicht zu Hundert Prozent eingestellt. Das ist dem Sultan wohl bewusst, und er hat veranlasst, dass sich in dieser Saison zwei neue Köche demütig um den Gaumen der Gäste zu bemühen haben.

Der Mahlzeitenbeauftragte, Palastarzt Medicus, hat bereits sich bereits die Küche zur Brust und die Gestaltung eines Ohlala-Speiseplans in Angriff genommen. Beteiligt ist auch der Haremswächter, der – wie bereits zu lesen war – auch die Aufgabe des Vorkosters wahrnimmt. Beiden hat der Sultan bereits eine Ganzkörperrasur schon bei leichten Mängeln angedroht. Eine vergleichsweise milde Strafe, doch unser Sultan ist einfach kein Freund des Köpfens bei Sonnenaufgang. Die Haremsdamen hingegen wetzen schon lustvoll die Rasiermesser.

Bei Einbruch der Nacht lässt der Sultan rund um den Oasenmarkt wieder belegte Fladen sowie Köstlichkeiten in Form von orientalischem Fingerfutter anbieten.

 

 

Der Markt der Oase

Mitten in der Oase Gayrut lädt der Oasenmarkt zum Verweilen ein.

Rechter Hand fällt der Blick auf die „Bar Habibi“, der ein eigener Beitrag in diesem Märchenbuch gewidmet ist.

Linker Hand finden sich die Marktstände des Souk. Dort werden allerlei Kräuter und Gewürze zum allgemeinen Gebrauch bereit gehalten. Das Angebot an Tee wird reichhaltig sein, und es wird (hoffentlich) auch Möglichkeit geben, einen feinen Mokka zuzubereiten. Frisches Obst und Nüsse laden ein.

Wenn die Sonne untergeht lässt der Sultan kleine Häppchen reichen, dabei geht es mehr um genussreiches Schlemmen in kleiner Portion, wer sich den Magen vollschlagen will sei auf den Backofen der Bar verwiesen. Wie schon in den Vorjahren gibt es im Souk keine festen Preise. Da die Angebote aber nicht über den Teilnehmerbeitrag finanziert werden können bitten wir um eine kleine Spende zur Kostendeckung unter den bekannten Motto „Gib, was es Dir wert ist“.

Im Hintergrund des Souk werkelt die Textilmanufaktur, die sich in diesem Jahr der orientalischen Gestaltung von Hemden, Kaftans, Bettwäsche und vielem mehr verschrieben hat.

Dazwischen residiert Großwesir Kara Ben Wolle in seiner Karawanserei, in der es – Überraschung, Überraschung – auch Wäscheleinen gibt. Darauf sei hingewiesen,  damit man das vermeintliche Fehlen am Ende nicht wieder als Mangel an den Sultan melden muss. Zu des Sultans Ehrenrettung muss aber gesagt werden, dass Wäscheleinen auch in seinen früheren Leben immer vorgehalten wurden. Man hätte einfach mal fragen müssen. In des Großwesirs Bau finden sich auch sein Sekretariat und seine Privatgemächer.

Untergebracht ist dort auch „Yenidze – die Moschee des blauen Dunst“, die während der Nichtraucherzeiten der Bar den Rauchern die Gelegenheit zu Andacht und Einkehr bietet.

Schließlich findet sich zwischen jener Moschee und der Bar Habibi der Brunnen, um den sich gern Verliebte gruppieren. Zum Sündenablass werfe man eine Münze hinein.

 

Habibi – am Brunnen vor dem Souk

HABIBI

Die Bar der kleinen und der großen Sünden


Habibi – Geliebter!

Hast Du Einen? Suchst Du Einen? Genügt Dir Einer nicht?
Bei uns kommen Sie alle zur Tränke, wenn Sie nach der harten, zehrenden Arbeit unter der Sonne von Gayrut ausgetrocknet und verschrumpelt wie eine getrocknete Dattel sind.

Mit einem großen Angebot an lokalen und überregionalen Getränken und Knabbereien – alle durch den Dattel-Großhandel der Beduinen (DGB) beschafft – kannst Du Dich den ganzen Tag bei uns erfrischen und Dir Kraft für die Nacht anfuttern.

Für den späten Hunger am Abend haben wir eine nordländische Spezialität aus der Pfalz für Dich:

Flammkuchen, den Du selbst belegst.

Egal was Du suchst, das Gespräch, die Liebe, ein Nachtquartier oder Speis‘ und Trank: der Wirt des Habibi und sein kleiner Flaschengeist lesen Dir die Wünsche von den Augen ab, und geben alles, um Dich zu befriedigen.
Lass uns Dein Geliebter sein, denn auch wir lieben unsere Kundschaft.

Ob Du Dich einfach nur in unseren Gärten am Brunnen erfrischen willst, abends die Rampensau auf der kleinen hauseigenen Bühne spielst oder uns Deine Bauchtanzkünste vorführst:

Du bist uns jederzeit ein sehr willkommener Gast.

Bei Fragen, Anregungen oder künstlerischer Bewerbung wende Dich an den Wirt oder an des Wirtes Flaschengeist:

info@steffen-baumann.de    oder    matthiaskeime@googlemail.com

Habibi, Deine Nummer Eins am Brunnen!


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