Palastküchentratsch

Wer in der Oase im Auftrag des Sultan kocht muss immer mit unterschiedlichen Ansprüchen der durchreisenden Karawanen zurecht kommen. Wenn die Wanderarbeiter der Metallbiegergilde hier verweilen dann reicht es für gewöhnlich einen ganzen Ochsen am Spieß und viele gegrillte Lamas mit ausreichend fettiger Kartoffelbeilage vorzuhalten. Die Gaumen dieser Gäste sind nicht sehr verwöhnt, Vitamine sind verpönt, dafür fasst der Magen umso mehr.

Andere Besucher fragen hingegen nach weizenfreiem Vollkornbrot und fleischloser, gar veganer Kost in abwechslungsreicher frischer Darbietung. Die Angebote der Küche in der jüngsten Vergangenheit waren darauf nicht zu Hundert Prozent eingestellt. Das ist dem Sultan wohl bewusst, und er hat veranlasst, dass sich in dieser Saison zwei neue Köche demütig um den Gaumen der Gäste zu bemühen haben.

Der Mahlzeitenbeauftragte, Palastarzt Medicus, hat bereits sich bereits die Küche zur Brust und die Gestaltung eines Ohlala-Speiseplans in Angriff genommen. Beteiligt ist auch der Haremswächter, der – wie bereits zu lesen war – auch die Aufgabe des Vorkosters wahrnimmt. Beiden hat der Sultan bereits eine Ganzkörperrasur schon bei leichten Mängeln angedroht. Eine vergleichsweise milde Strafe, doch unser Sultan ist einfach kein Freund des Köpfens bei Sonnenaufgang. Die Haremsdamen hingegen wetzen schon lustvoll die Rasiermesser.

Bei Einbruch der Nacht lässt der Sultan rund um den Oasenmarkt wieder belegte Fladen sowie Köstlichkeiten in Form von orientalischem Fingerfutter anbieten.

 

 

1 Kommentar

  1. Hoho, unser Köcheverschleiß ist nicht unerheblich.

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